Tag 248: Bocas del Toro

Das erste Mal in der Karibik! Obwohl ich schon seit dreieinhalb Monaten in Zentralamerika bin, war ich noch nicht an der Atlantikküste. In Nicaragua ist die Seite des Landes schlecht angeschlossen und für Touris kaum zugänglich; in Costa Rica fand ich die Pazifikküste spannender.

Jetzt kann ich nicht länger warten und fahre auf die Inselgruppe Bocas del Toro. Außer mir gibt es noch zwei weitere Backpacker auf dem schaukeligen Motorboot, die genauso viel Angst haben, dass ihr Rucksack jeden Moment von Board fallen könnte.

Neben mir nimmt ein panamaischer Bauer mit seiner Frau Platz, der eine mysteriöse Papiertüte mit kleinen Löchern auf seinem Schoß umklammert. Hat sich die Tüte gerade bewegt?! Ich schiele durch die Öffnung und entdecke ein Dutzend kleiner, flauschiger Küken. Dazu bekomme ich ein zahnloses Grinsen von dem Mann.

Bocas del Toro stellt sich als ein Paradies auf Erden heraus so schön, dass es sogar meinen Favoriten Tulum übertrumpft. In meinem Hostelzimmer lerne ich eine Deutsche und eine Österreicherin kennen, mit denen ich die kommenden Tage verbringe.

Wir leihen uns ein Fahrrad und radeln zum Playa Bluff, nehmen von der Hauptinsel ein Taxiboot zur benachbarten Isla Bastimentos, schnorcheln am Red Frog Beach und schaffen es sogar, eine Kokosnuss zu öffnen. An einem Nachmittag nehmen wir einen Bus auf die andere Seite der Hauptinsel, wo riesige, orangefarbene Seesterne am Strand liegen.

Die Karibik hat ihren eigenen Flair das merkt man an den Menschen, an dem wunderbaren Essen (Kokosreis, frittierte Yuca und Patacones) und spätestens an der Architektur: Bunte Holzhütten mit Verandas und Balkonen reihen sich hier aneinander.

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