Tag 174: Isla de Ometepe

Mein absoluter Nicaragua-Favorit! Die Isla de Ometepe ist eine Insel mitten in einem riesigen Süßwassersee. Sie wird durch die beiden Vulkane Concepción und Maderas gebildet. Vier Nächte lang schlafen wir in Hängematten auf der Zopilote-Farm.

Es hat einen Grund, warum ich nicht viele Bilder von der Ometepe-Insel habe: Wir sind jeden Tag wandern und machen Fahrradtouren und ich lasse meine Spiegelreflexkamera lieber auf der Farm.

Das ist auch gut so, denn als wir den Vulkan Maderas heraufwandern, fängt es dermaßen an zu regnen und zu gewittern, dass sich der ohnehin schon matschige Pfad in einen Wasserfall verwandelt. Fast kniehoch reicht das Wasser auf dem Rückweg, was den Maderas-Trail definitiv zu meiner abenteuerlichsten Wanderung bisher macht.

Aber auch die anderen Touren sind spannend: An einem Tag leihen wir uns Fahrräder aus und fahren auf dem Schotterweg auf der östlichen Seite der Insel bis nach San Ramón, wo ein wunderschöner Wanderweg hinauf zum Wasserfall führt.

Die dritte Tour ist ein wenig entspannter: Wir laufen zum Playa Santo Domingo (ja, ein Strand auf einer Vulkaninsel im Landesinneren!), wo Wildpferde galoppieren und Pelikane über unseren Köpfen kreisen. Von dort aus wandern wir noch zum Ojo de Agua und springen in das Becken mit Wasser aus natürlichen Vulkanquellen.

Tag 171: Granada

Meine erste Reisewoche in Nicaragua beginnt! Jeden Monat habe ich eine Woche frei, um das Land kennenzulernen. Obwohl das Projekt an der Uni in Managua sehr gut angelaufen ist und mir großen Spaß macht (Hier findet ihr einen Zwischenbericht), bin ich froh, für ein paar Tage aus der stressigen Hauptstadt herauszukommen.

Zusammen mit Ina und Eleni, die mich aus Deutschland besuchen, erkunden wir den Süden des Landes. Wir starten in Granada, einer wunderschönen kleinen Kolonialstadt. In unserem fantastischen Hostel finden wir außer einer Haustier-Schildkröte zwei Travel-Buddies aus Kanada und der Schweiz, die uns die ganze Woche über begleiten werden.

Zu fünft machen wir von Granada aus Trips auf den Vulkan Mombacho, auf dem wir Schwefel riechen und feuerrote Kolibris und Brüllaffen entdecken, auf den Handwerksmarkt in Masaya und hitchhiken von dort aus zur Laguna de Apoyo.

Tag 155: Vulkan Masaya

Der erste Ausflug in Nicaragua geht auf den Vulkan Masaya und zwar nachts im Dunkeln. Meine Gastfamilie nimmt mich mit dem Auto mit und wir fahren 20 Minuten rauf bis an den Kraterrand.

Der Vulkan Masaya ist einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas und das zeigt er nachts auf eine besondere beeindruckende Art: Wir sehen das rotorangene Leuchten der Lava und hören den Vulkan sogar brodeln.

Tag 147: Managua

Ein neues Kapitel auf meinem Lateinamerika-Trip! Nach meinem Auslandssemester in Mexiko bin ich nun für knapp drei Monate in Managua für ein Projekt an der Universidad de Managua.

Ich werde einen Workshop in Multimedia-Journalismus für insgesamt 24 Studenten anbieten und so den Blog Inside Managua weiterführen. Bevor der Kurs losgeht, habe ich eine Woche Zeit, mich vorzubereiten und meinen neuen Wohnort zu erkunden.

Managua kommt mir auf ersten Blick hektischer und schmutziger vor als in Mexiko. Transportmittel ist wahlweise ein klappriges Sammeltaxi oder einer von den ausrangierten und bunt bemalten Schulbussen aus den USA. Ich entscheide mich für letzteres und fahre ins Zentrum.

Das Zentrum das ist eigentlich kein Zentrum mehr. Managuas historischer Kern wurde in den neunziger Jahren durch ein Erdbeben zerstört und leider nie wieder aufgebaut. Und doch finde ich einige schöne Plätze: Die alte Kathedrale, den Hafen Salvador Allende und den Paseo Xolotlán entlang des Managua-Sees.

Außerdem entdecke ich meine neue Lieblingsspeise: Quesillos, eingewickelte Tortillas mit Käse und angebratenen Zwiebeln. Pappsatt und zufrieden kehre ich zu meiner Gastfamilie zurück. Ich gebe der Hauptstadt nochmal eine Chance.