Tag 73: Tlaxcala

Ab auf’s Land! Zusammen mit mexikanischen Freunden von unseren Vermietern fahren wir für ein Wochenende auf eine der Haciendas im Bundesstaat Tlaxcala. Eine Hacienda ist eine Farm für Viehzucht, nur schick wie eine Villa.

Sie sind ein magischer Ort: Im Kolonialstil gebaut, mit riesigen Räumen, Kronleuchtern an den Decken und Originalposter von spanischen Stierkämpfen aus dem 19. Jahrhundert an den Wänden.

Seit einigen Jahren sind die Haciendas für Touristen zugänglich und bieten gleichzeitig Unterkunft, Restaurant und Räume für Events an. Hier findet ihr weitere Infos sowie Adressen von drei Haciendas in Tlaxcala.

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Bis heute hält sich in Mexiko die Tradition der Stierkämpfe, die die Spanier bei ihrer Ankunft in Lateinamerika mitgebracht haben. Zu unserer Verblüffung führen uns die Jungs der Hacienda uns das Spektakel mit einem Baby-Rind vor. Wir schauen zu und wissen nicht, wer uns mehr leid tut: Die kleine Kalb, das verwirrt umher läuft, oder die Jungs, die trotz der Mini-Hörner immer wieder vor Angst wegrennen.

Tag 66: El Tajín

Ich kann nicht genug von Pyramiden bekommen und fahre mit drei von meinen Mitbewohnern nach El Tajín. Der Ort war vor 1.200 Jahren die Hauptstadt der Totonaken, einem Volk aus Veracruz.

Auf dem Weg zum Archäologiepark kommen wir an Voladores vorbei, den „fliegenden Männern“. Ihr Tanz gehört zu den präkolumbianischen Traditionen: Erst umrunden sie einen Mast, dann klettern sie ihn einer nach dem anderen hoch, um sich schließlich in einer Höhe von 30 Metern abzuseilen.

Wir betreten den Park und entdecken die ersten Pyramiden: Einige sind sehr gut erhalten, einige haben ein paar Risse und Defekte und andere sind komplette Ruinen.

Wir klettern auf eine Plattform, von der wir einen Ausblick auf den gesamten Archäologiepark haben. So finden wir die beeindruckenste aller Pyramiden: Die Pirámide de los Nichos, die sieben Etagen hat.