Tag 47: Pátzcuaro & Janitzio

Am nächsten Tag brechen wir früh auf und fahren nach Pátzcuaro: eine hübsche Kleinstadt circa eine Stunde von Morelia entfernt.

Wir sehen uns den Hauptplatz an, der typisch für Mexikos Kleinstädte ist: Eine große Kathedrale, ein Springbrunnen in der Mitte und Musiker und Tänzer drumherum. Wir schauen ihnen eine Weile zu, bevor wir die Stadt weiter erkunden.

Danach geht’s weiter nach Janitzio: Eine Insel mitten in einem See, die wir mit einer Fähre erreichen. Das besondere an der Insel ist die gigantische Statue, die am höchsten Punkt steht und die man mit einer Wendeltreppe begehen kann.

Oben angekommen haben wir leider nicht so eine tolle Aussicht. Es regnet – zum ersten Mal, seitdem ich in Mexiko bin. Und zwar so richig: Der Himmel hat eine dunkelgraue bis fast schwarze Farbe angenommen. Es schüttet so stark, dass sich direkt Pfützen bilden, über die wir springen, während wir zurück zur Fähre laufen.

Die Mexikaner scheint der Regen rein gar nicht zu interessieren. Sie werfen einfach eine Plastikplane über ihre Souvenirstände, stoßen mit einem Glas Pulque an und unterhalten sich weiterhin fröhlich.

Schnell kaufen wir noch ein paar Mitbringsel ein, bevor wir zurück nach Puebla fahren. Auf der Heimfahrt beschließe ich eine kleine Reisepause zu machen um Geld zu sparen  denn für April hat sich Besuch angekündigt.

Tag 46: Morelia

Einer der magischsten Orte an denen ich bisher war: Das Schmetterlingsreservat El Rosario im Bundesstaat Michoacán. Tausende Monarchfalter machen hier Pause bevor sie zurück nach Kanada fliegen. Wie Zugvögel migrieren Sie jedes Jahr in den Süden und überwintern in Mexiko.

Einer der Mitarbeiter des Reservats erzählt mir, dass der Monarchfalter extrem gefährdet ist. Die Gründe: Waldbrände und illegale Rodungen in Mexiko. Seit 2010 ist die Population um 80 Prozent zurückgegangen. Deshalb gibt es immer mehr Reservate, die versuchen, die Schmetterlinge zu schützen.

Am Nachmittag kommen wir in Morelia an, die Hauptstadt von Michoacán. Wir machen eine kleine Tour durch das Zentrum: Wir besuchen zwei Kathedralen und den Hauptplatz, wo die Einwohner Gemälde und Handwerkskunst verkaufen. In der Stadt sind so viele Gebäude aus der Kolonialzeit erhalten, dass die UNESCO sie zum Weltkulturerbe zählt.

Tag 32: Puerto Escondido

Auf zum Strand! Wir fahren mit rund 80 Leuten von der Organisation Sí Señor nach Puerto Escondido im Bundesstaat Oaxaca. Die Küste sieht aus wie im Reisekatalog: weißer Sandstrand, hohe Wellen, ein Haufen Surfer.

In Dreiergruppen belegen wir die Zelte, die im Sand aufgebaut sind. In der ersten Nacht stellt sich heraus, dass wir diese nur für unser Gepäck benutzen: Wir schlafen alle zusammen auf einer riesigen Matratze im Camp unter den Sternen. Einige wählen die Hängematten, die rings um die Matratze zwischen den Palmen hängen.

Die kommenden drei Tage verbringen wir damit am Strand rumzuhängen, Kokosmilch zu schlürfen und in den Restaurants an der Promenade Tlayudas zu bestellen, ein typisches Gericht aus Oaxaca. Ein Paradies!